IdeenWelt 1/2013

Die letzte Zeit geht es vermehrt um die zukünftige Ausgestaltung des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz). Die kommende Novellierung des Gesetzes wird wahrscheinlich einige Veränderungen der bisherigen Fördersätze der Erneuerbaren Energien mit sich bringen. Sind die Erneuerbaren Energien bereits konkurrenzfähig auf dem etablierten Energiemarkt oder Bedarf es auch zukünftig einer Förderung nach EEG? Welche Wege stehen neben dem EEG offen? Kann jeder einzelne Haushalt einen Beitrag leisten – Eigenstromnutzung – und den Erneuerbaren den Weg in die Zukunft weisen?

Dies sind einige Fragestellungen die die Diskussion der letzten Wochen bestimmt haben. Im Folgenden eine nicht abschließende Liste interassenter Beiträge zum Thema. Ergänzungen und Kommentare jederzeit erbeten. Gernen können WIR einzelnde Themen auch bei kommenden Arbeitstreffen am 25.05.13 gemeinsam diskutieren.

 

  • Energiewende: “Wir werden alle zu Gewinnern”: Interview mit Franz Alt beim DAF-Fernsehen “Börsenplatz5″ mit Bernhard Jünemann. Die Energiewende kommt, aber sie kommt uns auch teuer zu stehen. Entsprechend ist die Bundesregierung dabei die Förderung sukzessive zu kürzen. “Das ist völlig richtig”, meint Franz Alt, Publizist und Kämpfer für die Solarenergie, “schon jetzt sind die Produktionskosten für Strom aus Photovoltaik günstiger als der Arbeitspreis für den Haushaltstrom”.
    Quelle: sonnenseite.com (Franz Alt) 2013

 

  • Eigenverbrauch – Buhmann gesucht: Je mehr Menschen den Strom einer Photovoltaikanlage selbst nutzen, desto größer werden die Widerstände gegen den Eigenverbrauch. Seltsam? Nein, das eine hängt mit dem anderen zusammen. Denn das Geschäftsmodell der konventionellen Kraftwerke gerät in Gefahr. Eigentlich ist es klar: Die Energiewende wird dezentral sein – oder sie wird nicht sein. Und je mehr Menschen ihren Strom selbst erzeugen und verbrauchen, umso mehr werden die Netze entlastet. Das macht die Energiewende auch noch billiger. Wer für sie ist, kann also nicht gegen den Eigenverbrauch sein.
    Quelle: klimaretter.info (Susanne Ehlering) 2013

 

  • Förderprogramm für Solarstrom-Speicher startet im Mai: Batteriespeicher sollen zum wichtigen Baustein der Energiewende werden und Kosten senken / Solarbranche erwartet rege Nachfrage, da Verbraucher nach Unabhängigkeit streben und Solarstrom möglichst selbst nutzen wollen.
    Quelle: Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) 2013

 

  • Stimme für die Energiewende von unten: Keine Energiewende ohne Bürger: Sie sind es, die ihre Dächer mit Solarmodulen schmücken, Ökostrom beziehen und Stromleitungen in ihrer Nachbarschaft erdulden. Doch die Debatte über steigende Strompreise und sinkende Ökostrom-Förderung hat viele Engagierte verunsichert. Quelle: klimaretter.info (Susanne Schwarz) 2013

 

  • StromMix-Navigator Webanwendung erlaubt Berechnung des Strommixes der heimischen Steckdose: Mit Hilfe dieser Webanwendung kann der wahrscheinliche Strommix für einen Standort in Deutschland ermittelt werden. Dazu wird geschaut, welche Kraftwerke es in welcher Entfernung gibt. Als Daten werden die Anlagenstammdaten der Netzbetreiber, sowie die Verteilnetzzuordnungen verwendet.
    Quelle: mix.stromhaltig.de (Thorsten Zoerner) 2013

 

  • Kohle senkt Lebenserwartung: Kohlekraft ist schädlich für Klima und Umwelt, das ist bekannt. Eine Greenpeace-Studie zeigt jetzt, dass auch die menschliche Gesundheit enorm unter den Folgen der Emissionen aus Kohlekraftwerken leidet. Dadurch verursachte chronische Krankheiten sorgen sogar für eine geringere Lebenserwartung. Von Konzernseite sieht man das anders.
    Quelle: klimaretter.info (Susanne Schwarz) 2013

 

  • Windbranche will Energiesystem ohne Förderungen: Ende letzter Woche trafen sich die Schwergewichte der Energiebranche in Lech. Beim Energy Forum Lech 2013 stand die Zukunft der europäischen Energiepolitik im Zentrum der Diskussion. „Die Windbranche fordert kein Geld. Wir fordern genau das Gegenteil: einen zukünftigen Energiesektor in der EU ohne Förderungen. Im Jahr 2011 wurden die fossilen Energien in den 21 OECD Staaten der EU um 10 Milliarden Euro mehr gefördert, als die Windenergie in Summe weltweit erhalten hat“, berichtet Thomas Becker, Geschäftsführer des europäischen Windenergieverbandes in Lech und ergänzt: „Windenergie wäre heute schon längst konkurrenzfähig“.
    Quelle: IG Windkraft 2013

 

  • Kernposition der Solarbranche: Solarstrom und Solarwärme werden tragende Säulen der Energiewende Solarstrom und Solarwärme können einen herausragenden Beitrag für das Gelingen der Energiewende leisten. Hierzu muss die Energiepolitik in der nächsten Legislaturperiode die richtigen Weichen stellen und die Strom– und Wärmeversorgung endlich gleichberechtigt in den Blick nehmen.
    Quelle: Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) 2013

 

  • Deutschland produziert zu viel Strom: Kritiker des deutschen Atomausstiegs hatten vor einem Defizit in der Energieversorgungssicherheit gewarnt, sollte weniger oder kein Atomstrom mehr genutzt werden. Dies ist bisher nicht eingetroffen: Deutschland war im Jahr 2012 sogar Stromexportland.
    Quelle: klimaretter.info/scz 2013

 

  • Seit Januar 2013 Verbot für neue Öl- und Erdgasheizungen in Dänemark: So oder so ähnlich hätte die Headline letztes Jahr oder spätestens am 1. Jänner durch alle Medien gehen müssen. Tat sie aber nicht, deshalb hole ich das jetzt nach.
    Quelle: ecoquent-positions (Cornelia Daniel) 2013

 

  • Eisspeicher finden zunehmend Akzeptanz: Eisspeicher sind für Ein- und Zweifamilienhäuser keine komplett neue Technologie. Seit drei Jahren hat Consolar ein System mit Solarkollektoren, Wärmepumpe und Eisspeicher auf dem Markt. 100 Anlagen habe man installiert, sagt Vertriebsleiter Andreas Siegemund. Isocal, das mittlerweile zu Viessmann gehört, hat zahlreiche Projekte mit größeren Speichern etwa für Hotels realisiert, mittlerweile sind die Lösungen selbst im Geschosswohnungsbau angekommen. In Köln hat das Wohnungsunternehmen Vivawest seit kurzem eine Anlage von Isocal in Betrieb, den wohl derzeit größten Eisspeicher Europas.
    Quelle: Enbausa (Pia Grund-Ludwig) 2013

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